Eine realitätsnahe Einsatzübung hat am Wochenende in Quirnbach das Zusammenspiel von Feuerwehr und DRK in den Fokus gestellt. Angenommen wurde eine Rauchentwicklung im Gemeinschaftshaus, verbunden mit mehreren verletzten Personen im Gebäude sowie einer weiteren Lage im Außenbereich. Beteiligt waren die Jugendfeuerwehr Quirnbach, die Jugendfeuerwehr Nordhofen und das Jugendrotkreuz Selters. Insgesamt kamen rund 15 bis 20 Einsatzkräfte zum Einsatz.

Sven Schmidt, Jugendwart in Quirnbach, schilderte die Ausgangslage der Übung: „Wir hatten eine Rauchentwicklung im Gemeindehaus und vier Betroffene im Gebäude, die gerettet werden mussten.“ Zusätzlich habe sich die Lage durch eine weitere Rauchentwicklung im Bereich der Straße erweitert. „Die Jugendlichen mussten unter anderem die Einsatzstelle absichern und den Verkehr im Blick behalten.“

Nach dem Eintreffen der ersten Kräfte begann die Jugendfeuerwehr Nordhofen umgehend mit der Menschenrettung. „Wir wurden mit dem Stichwort B2, Rauchentwicklung aus Gebäude, alarmiert. Vor Ort haben wir eine starke Verrauchung festgestellt“, erklärte Lukas Meyer, Jugendwart der Jugendfeuerwehr Nordhofen. Ein Trupp rüstete sich direkt mit Atemschutz aus und ging zur Menschenrettung in das Gebäude vor. „Wir konnten zwei Personen aus dem Gebäude retten. Parallel dazu wurde durch weitere Kräfte die Wasserversorgung aufgebaut und ein Sicherheitstrupp bereitgestellt.“

Die Zusammenarbeit der Einheiten zeigte sich besonders in der weiteren Einsatzabwicklung. Während die Kräfte aus Quirnbach unterstützend tätig wurden und unter anderem die Wasserversorgung sowie zusätzliche Sicherungsmaßnahmen übernahmen, koordinierte die Einsatzleitung die nächsten Schritte. Nachdem alle Betroffenen aus dem Gebäude gerettet waren, wurde der Innenangriff fortgesetzt. „Der Angriffstrupp ist erneut zur Erkundung und Brandbekämpfung vorgegangen. Außerdem wurde das Gebäude belüftet, um den Rauch aus den Räumen zu entfernen“, so Lukas Meyer weiter.

Parallel dazu übernahm das Jugendrotkreuz Selters die medizinische Versorgung der Verletzten. Gruppenleiter Matthias Zender erklärte das Vorgehen: „Bei unserem Eintreffen haben wir uns zunächst mit der Feuerwehr abgestimmt. Die Lage war, vier Verletzte im Gebäude.“ In unmittelbarer Nähe der Einsatzstelle wurde daraufhin eine zentrale Versorgungsstelle eingerichtet. „Wir haben an der Bushaltestelle eine Unfallhilfestelle aufgebaut. Dort wurden die Verletzten gesichtet, versorgt und für den weiteren Transport vorbereitet.“

Im Verlauf der Übung konnten alle Maßnahmen strukturiert abgearbeitet werden. Besonders im Fokus stand dabei die enge Abstimmung zwischen den Organisationen sowie das eigenständige Arbeiten der Jugendlichen unter Anleitung ihrer Betreuer.

(red)