Mit Beginn der Gartensaison tauchen in manchen Wohngebieten wieder mobile Trupps auf, die spontane Reinigungsarbeiten für Einfahrten, Terrassen, Gehwege oder Dächer anbieten. Häufig verteilen sie ihre Werbeflyer in Briefkästen, legen sie Zeitungen bei oder sprechen Hausbesitzer direkt an der Haustür an.

Typische Aussagen lauten etwa: „Wir sind gerade in der Nachbarschaft fertig geworden“ oder „Ihr Dach hat akute Schäden, die sofort repariert werden müssen“. Hinter solchen Angeboten stecken jedoch oft Arbeiten von mangelhafter Qualität – und die Kosten fallen am Ende häufig deutlich höher aus als ursprünglich vereinbart.

„In vielen Fällen entsprechen die angebotenen Leistungen nicht den fachlichen Standards oder die Kosten stehen in keinem angemessenen Verhältnis zum Ergebnis“, erklärt Andrea Steinbach von der Verbraucherzentrale. Betroffene berichten außerdem immer wieder von starkem Druck, der direkt vor Ort aufgebaut wird, um sofort einen Auftrag zu unterschreiben.

Ein seriöser Handwerksbetrieb wird in der Regel nicht unangekündigt an der Haustür erscheinen. Verbraucher sollten daher besonders auf bestimmte Warnsignale achten.

Typische Warnzeichen

  • Spontane Angebote: Unbekannte Anbieter sollten nicht sofort beauftragt werden. Sinnvoll ist es, sich zunächst eine Visitenkarte oder einen Flyer mit Firmenname, Anschrift und eventuell Internetadresse geben zu lassen und diese Angaben in Ruhe zu überprüfen.
  • Fehlendes Impressum: Auf manchen Flyern fehlt eine vollständige Firmenadresse oder eine gültige Steuernummer. Oft ist lediglich eine Mobiltelefonnummer angegeben. Vor einer Kontaktaufnahme sollte unbedingt geprüft werden, ob das Unternehmen tatsächlich existiert und unter der angegebenen Adresse tätig ist.
  • Druck zur schnellen Entscheidung: Wird man gedrängt, sofort einen Auftrag zu unterschreiben oder direkt zuzusagen, sollte man besonders vorsichtig sein.

So können sich Verbraucher schützen

  • Kostenvoranschlag einholen: Seriöse Anbieter erstellen ein schriftliches Angebot mit Mehrwertsteuer sowie einer klaren Beschreibung der Leistungen.
  • Keine Vorauszahlung: Zahlungen sollten erst erfolgen, nachdem die Arbeit erledigt wurde.
  • Auf eine Rechnung bestehen: Diese sollte Name und Anschrift des Dienstleisters, Art und Umfang der Leistung sowie den Endpreis enthalten.
  • Im Zweifel die Polizei rufen: Wer sich bedroht oder unter Druck gesetzt fühlt, sollte die Polizei verständigen.
  • Unterstützung holen: Wer unsicher ist, kann Nachbarn oder eine Vertrauensperson hinzuziehen.

(PM LKA-RP, red [LW])