Der Westerwaldkreis hat die Umstellung auf ein modernes, digitales Alarmierungsnetz erfolgreich abgeschlossen. Seit dem 31. März 2026 werden Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz nun vollständig digital alarmiert.
Dem vorausgegangen war ein umfangreicher Probebetrieb, der parallel zur bisherigen analogen Alarmierung lief. Nach erfolgreichen Tests wurde das neue System nun in den regulären Betrieb übernommen. Das landesweit einheitliche Netz wurde im Auftrag der kommunalen Aufgabenträger durch das Land Rheinland-Pfalz aufgebaut.

Foto: Kreisverwaltung / Tobias Haubrich
Insgesamt umfasst das digitale Alarmierungsnetz rund 700 Standorte mit entsprechender Technik sowie die Anbindung an die sieben Integrierten Leitstellen im Land. Für die Einsatzkräfte wurden etwa 64.000 digitale Funkmeldeempfänger beschafft. Die Koordination des Systems liegt beim Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz Rheinland-Pfalz.
Durch die neue Technik können Einsatzkräfte schneller und gezielter informiert werden. Einsatzinformationen lassen sich präziser übermitteln, was die Reaktionszeiten verkürzt und die Gefahrenabwehr im Westerwaldkreis weiter stärkt.

Mit der Umstellung verändert sich auch die Nutzung der Sirenen. Diese werden künftig nicht mehr zur Alarmierung der Feuerwehr eingesetzt, sondern ausschließlich zur Warnung der Bevölkerung. „Die neu errichteten Sirenenanlagen dienen künftig ausschließlich dem Bevölkerungsschutz“, erklärt Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Tobias Haubrich. Sirenensignale werden somit nur noch im Ernstfall zur Warnung oder Entwarnung sowie bei angekündigten Warntagen des Bundes und des Landes ausgelöst.
Parallel zum digitalen Netz wurde auch das Sirenennetz im Westerwaldkreis weiter ausgebaut. Seit Beginn der Maßnahmen im Jahr 2023 wurden gemeinsam mit den Verbandsgemeinden insgesamt 165 Sirenen errichtet. Im Jahr 2026 sollen weitere 63 Anlagen folgen.
Mit diesen Maßnahmen stärkt der Westerwaldkreis nachhaltig den Bevölkerungsschutz und die Einsatzfähigkeit der Gefahrenabwehr.
(PM KV Westerwald, red [LW])