Schwere und tödliche Verkehrsunfälle haben häufig vermeidbare Ursachen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Verkehrsunfallbilanz 2025 weist das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz erneut auf die vier zentralen Risikofaktoren hin: Ablenkung, Alkohol und Drogen, überhöhte Geschwindigkeit sowie ein zu geringer Sicherheitsabstand.
Im Jahr 2025 registrierte die Polizei Rheinland-Pfalz insgesamt 139.065 Verkehrsunfälle – ein leichter Rückgang um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Durchschnittlich kam es damit zu rund 380 Unfällen pro Tag. Trotz dieser Entwicklung ist ein deutlicher Anstieg bei den tödlich Verunglückten zu verzeichnen: 158 Menschen verloren ihr Leben im Straßenverkehr, 28 mehr als im Jahr 2024.
Als Hauptursachen schwerer Unfälle mit Personenschäden gelten weiterhin nicht angepasste Geschwindigkeit und unzureichender Sicherheitsabstand. Darüber hinaus wurden 2.384 Unfälle unter Einfluss berauschender Mittel sowie 976 Unfälle durch Ablenkung erfasst.
Gerade Ablenkung stellt ein wachsendes Risiko dar. Insbesondere die Nutzung von Smartphones oder anderen digitalen Geräten während der Fahrt führt zu verzögerten Reaktionen und erhöht die Unfallgefahr erheblich.
Auch Alkohol- und Drogenkonsum bleibt ein zentrales Problem: Selbst geringe Mengen können Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit deutlich beeinträchtigen. Entsprechende Verstöße werden konsequent verfolgt.
Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Geschwindigkeit. Wer zu schnell fährt oder diese nicht an die Straßen- und Witterungsverhältnisse anpasst, erhöht sowohl das Unfallrisiko als auch die Schwere möglicher Folgen erheblich.
Ebenso wichtig ist der richtige Sicherheitsabstand. Zu dichtes Auffahren zählt zu den häufigsten Ursachen von Auffahrunfällen mit teils gravierenden Konsequenzen.
Besonders besorgniserregend ist zudem die Entwicklung bei bestimmten Gruppen: Die Zahl der Unfälle mit Kindern sowie mit Seniorinnen und Senioren ist gestiegen. Junge Fahrerinnen und Fahrer bleiben weiterhin überproportional häufig in Unfälle verwickelt.
Die Polizei Rheinland-Pfalz setzt daher weiterhin auf verstärkte Verkehrsüberwachung, insbesondere bei Geschwindigkeitskontrollen, sowie auf die konsequente Ahndung von Ablenkung am Steuer. Parallel dazu wird die Präventionsarbeit kontinuierlich ausgebaut.
Das Landeskriminalamt appelliert eindringlich an alle Verkehrsteilnehmenden:
- Lassen Sie sich nicht ablenken – insbesondere Smartphones können zur tödlichen Gefahr werden.
- Fahren Sie niemals unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.
- Passen Sie Ihre Geschwindigkeit stets den Gegebenheiten an.
- Halten Sie ausreichend Abstand zum vorausfahrenden Verkehr.
(PM LKA-RP, red [LW])